Open social Web?

Wir leben in einer Welt, in der unsere Kommunikation vorrangig auf Netzwerken abläuft, die, von Algorithmen gesteuert, zum Vorteil der Werbe-Geschäftsmodelle einger weniger Betreiber agieren. Zuckerberg, Musk und Co haben es mit netten Gimmicks geschafft, quasi die Hirne der ganzen Welt zu vernebeln (ironie mit einer Prise Wahrheit) und in einen süchtigmachenden Wettstreit um die meisten Likes und Follower zu verstricken. Da nicht die Kommunikation an sich, sondern das Geschäft der personalisierten Werbung der Dreh und Angelpunkt dieser Netzwerke sind, übergehen die Betreiber, um an unsere Daten zu kommen und unsere Verhaltensweisen zu studieren, immer wieder Gesetze zum Datenschutz und missbrauchen ihre Macht der Möglichkeit der Steuerung der Netzwerke sogar auch in politischen Angelegeheiten. Eigentlich müsste jeder denkende Mensch mit einem einigermaßen funktionierenden moralischen Kompass, dort sofort die Flucht ergreifen, denn das ist alles andere als socialer demokratischer zwischenmenschlicher Austausch.

Aber wusstest Du, dass Du diese Netzwerke nicht wirklich brauchst?

Schon Ende der 90er entstanden Ideen und Standartisierungen zum open social Web, welche 2014 in die Obhut des W3C(WorldWideWeb Consortium) überging (W3C Social Web Activity) und in die Standards des Internets einflossen.

Das heißt, es existiert schon länger eine Möglichkeit, die das Internet in ein großes, miteinander verbundenes social Media Netzwerk “verwandelt” hat, wo wir alle so miteinander interagieren können, wie Du das von social Media Netzwerken kennst…. also liken, teilen, reposten etc.

Die dazu eingangs erwähnte Technik dahinter, die die Verbindung schafft, nennt sich “ActivityPub, sowie ATmosphere Protokoll” und läßt sich technisch grundlegend mit der Technik hinter E-Mail vergleichen. Stell Dir vor Du hast eine Webseite oder ein social Media Programm. Diese hat eine Adresse(URL) https://webseite.de. Nun hast Du ja auf dieser Webseite automatisch einen Account mit einem Benutzernamen, der nun per Benutzername@webseite.de zu Deinem “Open social Web” Account wird. Da Adressen(URLs) weltweit ja jeweils nur 1x existieren, ist die Adressierung auf diese Weise natürlich absolut treffsicher … genau wie bei E-Mail.

So haben sich im Laufe der letzten Jahre auch social Media Netzwerke entwickelt, die auf dieser Technik aufbauen, wodurch die Nutzer dieser Netzwerke mit allen anderen Nutzern verbunden sind. (nutzer@webseite1.de <-> Nutzer@webseite2.de usw. usw.